Wasseranalyse PFAS Basic

Die Wasseranalyse PFAS Basic untersucht deine Wasserprobe mit präziser LC-MS/MS Analytik auf alle 20 PFAS, die in der neuen Trinkwasserverordnung (2023) und der EU-Wasserrahmenrichtlinie gefordert sind. Diese hochsensitive Analyse erkennt PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) ab einer Bestimmungsgrenze von 10 ng/l pro Einzelstoff. PFAS sind “Ewigkeitschemikalien”, die im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen und unfruchtbar zu machen. Da sie weder zu riechen noch zu schmecken sind, ist eine Laboranalyse die einzige Möglichkeit, diese unsichtbaren Schadstoffe im Trinkwasser aufzuspüren.

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So Funktioniert’s

1. Online Bestellen

 

Bestelle deine gewünschte Analysen und wir senden dir das passende Testset zu. Es enthält alle nötigen Utensilien sowie eine ausführliche Anleitung für die Probenahme.

2. Probe Nehmen

 

Nimm die Probe(n), wie in der Anleitung beschrieben, ab. Verpacke sie in der mitgelieferten Versandverpackung, versehe die Sendung mit einem passenden Versandetikett und gib sie bei der Post auf. Anschließend erfolgt die Analyse im Partnerlabor.

3. Ergebnis Erhalten

 

Nach Abschluss der Analyse senden wir dir dein Testergebnis per E-Mail zu. So kannst du deine Ergebnisse direkt digital einsehen, speichern und bei Bedarf ausdrucken.

Wasseranalyse PFAS Basic – 20 PFAS im Trinkwasser

PFAS – per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – sind eine große Gruppe synthetisch hergestellter Chemikalien, die aufgrund ihrer besonderen Stabilität auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden. Sie werden in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut und können über Boden, Grundwasser und Oberflächengewässer bis in unser Trinkwasser gelangen.

Da sich PFAS im Wasser weder sehen noch riechen oder schmecken lassen, kann eine mögliche Belastung nur durch eine gezielte Laboranalyse festgestellt werden. Mit dieser Wasseranalyse wird deine Probe mittels empfindlicher LC-MS/MS-Analytik auf die 20 PFAS-Verbindungen untersucht, die für den Parameter „Summe PFAS-20“ der Trinkwasserverordnung relevant sind.

Der Test ist besonders sinnvoll, wenn du Wasser aus einem eigenen Brunnen nutzt, in der Nähe von Industrie- oder Gewerbestandorten, Flughäfen oder ehemaligen Feuerwehrübungsplätzen wohnst, in deiner Region bereits PFAS-Belastungen bekannt geworden sind oder du dein Trinkwasser gezielt auf diese langlebigen Umweltchemikalien überprüfen möchtest.

Warum sind PFAS gesundheitlich relevant?

PFAS umfassen eine sehr große Stoffgruppe, deren einzelne Verbindungen unterschiedlich gut untersucht sind. Besonders für länger bekannte PFAS wie PFOS, PFOA, PFNA und PFHxS liegen umfangreichere wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Einige PFAS können sich über längere Zeit im menschlichen Körper anreichern und werden teilweise nur sehr langsam wieder ausgeschieden.

Wissenschaftliche Untersuchungen bringen bestimmte PFAS unter anderem mit Veränderungen des Fettstoffwechsels, einer verminderten Antikörperantwort des Immunsystems sowie möglichen Auswirkungen auf Fortpflanzung und Hormonhaushalt in Verbindung. Einige PFAS stehen zudem im Verdacht, krebserregende Eigenschaften zu besitzen. Dabei gilt: Nicht jede PFAS-Verbindung ist gleich gut untersucht und ein Nachweis im Wasser bedeutet nicht automatisch, dass eine gesundheitliche Schädigung vorliegt.

Gerade weil Trinkwasser regelmäßig und über viele Jahre aufgenommen wird, kann es sinnvoll sein, eine mögliche PFAS-Quelle frühzeitig zu erkennen. Die Analyse zeigt dir, ob und in welcher Konzentration die untersuchten PFAS in deiner Wasserprobe nachweisbar sind. So erhältst du eine konkrete Grundlage, um deine Wasserqualität besser einzuschätzen und bei auffälligen Ergebnissen gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu prüfen.

Wie gelangen PFAS ins Wasser?

PFAS wurden und werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahlreichen industriellen Anwendungen und Produkten eingesetzt. Über Herstellung, Nutzung und Entsorgung können sie in die Umwelt gelangen.

  • Feuerlöschschäume: Insbesondere bestimmte Löschschäume können eine bedeutende PFAS-Quelle darstellen, beispielsweise an Flughäfen, Industrieanlagen oder Feuerwehrübungsplätzen.
  • Industrie und Gewerbe: Bei Herstellung, Verarbeitung und Entsorgung PFAS-haltiger Stoffe können die Chemikalien in Boden und Wasser gelangen.
  • Beschichtungen und Imprägnierungen: PFAS wurden unter anderem für wasser-, fett- und schmutzabweisende Eigenschaften von Textilien, Papierprodukten und anderen Materialien eingesetzt.
  • Abwasser und Klärschlamm: PFAS können über Abwässer verbreitet werden und über den Wasserkreislauf in Oberflächen- und Grundwasser gelangen.

Besonders kurzkettige PFAS sind sehr mobil und können sich gut über Wasser verbreiten. Langkettige PFAS können dagegen stärker in Organismen angereichert werden. Aufgrund ihrer hohen Beständigkeit können einmal freigesetzte PFAS sehr lange in der Umwelt verbleiben.

Das wird analysiert

Die Analyse untersucht deine Wasserprobe auf die 20 trinkwasserrelevanten PFAS-Verbindungen, die in der Trinkwasserverordnung und der EU-Trinkwasserrichtlinie berücksichtigt werden.

Die Messung erfolgt mittels moderner LC-MS/MS-Analytik mit Direktinjektion. Dadurch können die einzelnen PFAS-Verbindungen gezielt bestimmt und auch niedrige Konzentrationen zuverlässig erfasst werden.

  • Untersuchte Stoffgruppe: 20 relevante PFAS-Verbindungen
  • Methode: LC-MS/MS mit Direktinjektion
  • Bestimmungsgrenze: 10 ng/l (0,01 µg/l) pro Einzelstoff
  • Normbezug: DIN EN 17892:2024-08 für PFAS in Trinkwasser
  • PFBA – Perfluorbutansäure: Kurzkettige PFAS-Carbonsäure, die aufgrund ihrer hohen Wasserlöslichkeit besonders mobil im Wasserkreislauf ist.
  • PFPeA – Perfluorpentansäure: Kurzkettige PFAS-Carbonsäure, die sich vergleichsweise leicht über Grund- und Oberflächenwasser verbreiten kann.
  • PFHxA – Perfluorhexansäure: Kurzkettige PFAS-Carbonsäure, die unter anderem als Abbauprodukt anderer fluorierter Verbindungen auftreten kann.
  • PFHpA – Perfluorheptansäure: PFAS-Carbonsäure mittlerer Kettenlänge, die in belasteten Gewässern und Böden nachgewiesen werden kann.
  • PFOA – Perfluoroctansäure: Eine der bekanntesten und am umfangreichsten untersuchten PFAS-Verbindungen, die früher für zahlreiche industrielle Anwendungen eingesetzt wurde.
  • PFNA – Perfluornonansäure: Langkettige PFAS-Carbonsäure, die aufgrund ihrer Beständigkeit und möglichen Anreicherung im Organismus gesundheitlich relevant ist.
  • PFDA – Perfluordecansäure: Langkettige PFAS-Carbonsäure mit hoher Umweltbeständigkeit und erhöhtem Potenzial zur Anreicherung in Organismen.
  • PFUnDA – Perfluorundecansäure: Langkettige PFAS-Carbonsäure, die aufgrund ihrer Persistenz über lange Zeit in der Umwelt verbleiben kann.
  • PFDoDA – Perfluordodecansäure: Sehr langkettige PFAS-Carbonsäure mit ausgeprägter Umweltpersistenz.
  • PFTrDA – Perfluortridecansäure: Sehr langkettige PFAS-Carbonsäure, die besonders schwer abgebaut wird und sich in Umweltproben anreichern kann.
  • PFBS – Perfluorbutansulfonsäure: Kurzkettige PFAS-Sulfonsäure, die unter anderem als Ersatzstoff für längerkettrige PFAS eingesetzt wurde und sehr mobil im Wasser ist.
  • PFPeS – Perfluorpentansulfonsäure: Kurzkettige PFAS-Sulfonsäure, die sich aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit über den Wasserkreislauf verbreiten kann.
  • PFHxS – Perfluorhexansulfonsäure: Besonders persistente PFAS-Verbindung, die im menschlichen Körper vergleichsweise lange verbleiben kann und zu den PFAS-4 gehört.
  • PFHpS – Perfluorheptansulfonsäure: PFAS-Sulfonsäure mittlerer Kettenlänge, die in belasteten Wasser- und Umweltproben vorkommen kann.
  • PFOS – Perfluoroctansulfonsäure: Eine der bekanntesten PFAS-Verbindungen, die unter anderem früher in Feuerlöschschäumen und verschiedenen Beschichtungen eingesetzt wurde.
  • PFNS – Perfluornonansulfonsäure: Langkettige und sehr beständige PFAS-Sulfonsäure.
  • PFDS – Perfluordecansulfonsäure: Langkettige PFAS-Sulfonsäure mit hoher Persistenz in der Umwelt.
  • PFUnDS – Perfluorundecansulfonsäure: Sehr langkettige PFAS-Sulfonsäure, die aufgrund ihrer chemischen Stabilität nur schwer abgebaut wird.
  • PFDoDS – Perfluordodecansulfonsäure: Sehr langkettige, persistente PFAS-Verbindung, die Bestandteil der regulatorischen PFAS-20-Gruppe ist.
  • PFTrDS – Perfluortridecansulfonsäure: Sehr langkettige PFAS-Sulfonsäure und eine der 20 Verbindungen, die für die Summe PFAS-20 berücksichtigt werden.

Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser

Für die „Summe PFAS-20“ gilt in Deutschland seit dem 12. Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/l beziehungsweise 100 ng/l. Dabei werden die Konzentrationen der 20 definierten und mengenmäßig bestimmten PFAS zusammengezählt.

Zusätzlich wird ab dem 12. Januar 2028 ein Grenzwert von 0,02 µg/l beziehungsweise 20 ng/l für die „Summe PFAS-4“ gelten. Zu dieser besonders betrachteten Gruppe gehören PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS.

Hochsensitive LC-MS/MS-Analyse

Die Untersuchung erfolgt mittels Flüssigchromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS). Mit diesem Analyseverfahren lassen sich PFAS auch in sehr niedrigen Konzentrationen gezielt voneinander unterscheiden und quantifizieren.

Die Bestimmungsgrenze dieser Analyse liegt bei 10 ng/l beziehungsweise 0,01 µg/l je Einzelsubstanz. Dadurch erhältst du nicht nur einen Summenwert, sondern erfährst auch, welche der untersuchten PFAS in deiner Wasserprobe nachweisbar sind und in welcher Konzentration sie vorliegen.

Durchführung des Tests

Nach deiner Bestellung erhältst du das Testset mit allen notwendigen Materialien und einer ausführlichen Anleitung zur Probenentnahme. Lies dir die Anleitung vor der Entnahme sorgfältig durch.

Nimm die Probe(n), wie in der Anleitung beschrieben, ab. Verpacke sie anschließend in der mitgelieferten Versandverpackung, versehe die Sendung mit einem passenden Versandetikett und gib sie bei der Post auf. Im Partnerlabor wird deine Probe anschließend professionell analysiert.

Auswertung und Befund

Nach wenigen Werktagen erhältst du einen detaillierten Befund, der dir zeigt, welche PFAS-Verbindungen in deinem Wasser nachgewiesen wurden und in welchen Konzentrationen. Der Befund stellt die Ergebnisse den aktuellen Grenzwerten gegenüber und gibt Hinweise zur gesundheitlichen Bedeutung der gefundenen Stoffe.

Hinweis zur Eigenkontrolle

Dieser Test dient der orientierenden Untersuchung und Eigenkontrolle. Die eigenständig entnommene Wasserprobe ermöglicht dir eine persönliche Einschätzung deiner Wasserqualität. Für behördliche oder gerichtliche Zwecke können besondere Anforderungen an die Probenahme und Untersuchung gelten.

Deine Privatsphäre ist uns wichtig

Wir und unsere Partnerlabore, die mit der Durchführung der Analysen beauftragt werden, nehmen den Schutz deiner Daten sehr ernst. Deshalb hast du den alleinigen Zugang zu diesen Informationen. Sie werden niemals an nicht autorisierte Dritte weitergegeben. Zudem werden alle Proben unmittelbar nach der Analyse entsorgt.

Häufig gestellte Fragen zum Test

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